Codex Feheta Fechtregeln für das Fechten mit mittelalterlichen Waffen
Fechtregeln für das Fechten mit mittelalterlichen Waffen

Der Codex Feheta

Codex Manesse, 119v Der Burggraf von Rietenburg

Der Codex Feheta regelt das Fechten und den Umgang mit mittelalterlichen (Schaukampf-) Waffen im Reenactment Fighting & Combat; insbesondere für das Schwert, den Dolch, den Schild, den Speer, die Axt und den Bogen.

Der Codex ist bewusst relativ offen verfasst, sodass es möglich ist, mit weiteren Waffen fechten zu können (z. B. mit dem Buckler).

Mit dem Codex Feheta wurde ein Regelwerk verfasst, dass viele Elemente der bestehenden Werke aufgreift, aber durch die Erweiterungen für erfahrene Fechter mehr Realismus in den Freikampf – beigleichzeitig hoher Sicherheit – bringt. Durch die Nähe zu den anderen Regelwerken ist es problemlos möglich, an Kämpfen und Feldschlachten der anderen Regelwerke teilzunehmen.

Der Codex erhebt allerdings nicht den Anspruch, Kämpfe möglichst authentisch darzustellen. Vielmehr geht es um die Freude am Fechten mit mittelalterlichen Waffen. Gleichwohl soll er durch seine möglichst offene Formulierung dazu beitragen, sich an die historischen Kampf- und Funktionsweisen der verschiedenen mittelalterlichen Waffen heran zu tasten.

Das Ziel kann eine möglichst historische Kampfweise sein, was ursprünglich der Gedanke des Reenactment Fighting war. Hier entscheidet jedoch jeder selbst, welchen Anspruch er hat.

Der Codex kann sowohl im Training als auch im sportlichen Wettstreit des Einzelkampfes, des Buhurts und des Linienkampfes eingesetzt werden.

Da der Codex für die Anwendung im Reenactment Fighting & Reenactment Combat geschrieben wurde, grenzt er sich klar zum Schaukampf und dem Vollkontakt ab. Dies ist wichtig, da es in den anderen genannten Stilen viele gute Vereine und Gruppen gibt, die andere Regeln nutzen und in diesen Bereichen hervorragende Arbeit leisten.

Der hier vorliegende Codex ist aus jahrelanger Erfahrung und dem Wunsch heraus entstanden, weiter gehen zu können, als das mit den bislang bekannten Regelwerken (z. B. Codex Belli und Zeit der Schwerter) möglich war und ist.

Im Codex Feheta sind daher unter anderem ein größerer Trefferbereich sowie mehr Hieb- und Stichmöglichkeiten in einem in sich geschlossenem Fechtsystem vom Einsteiger (Basis-Version) über den Fortgeschrittenen (Standard-Version) bis hin zum erfahrenen Fechter (Pro-Version) enthalten.

Grundlage des Codex Feheta ist die„Basis-Version“, die um verschiedene Regelungen in den beiden „Ausbaustufen“ erweitert wird.

Daher gibt es drei Versionen:

  • die Basis-Version (Grundlage für den Einstieg),
  • die Standard-Version (für fortgeschrittene Fechter) sowie
  • die Pro-Version (für erfahrene Fechter).

Kontakt für konstruktive Kritik, Anregungen und Fragen:
info@feheta.de

Möge die Freude am Fechten mit mittelalterlichen Waffen stets im Vordergrund stehen und der Codex dazu beitragen, ernsthafte Verletzungen zu vermeiden.

Christoph Schauer, Fechtschule |Swerttragil|